28.04.2009 Moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

Möckmühl – Die Jagsttalnarren werden ihre Mitgliedsbeiträge leicht erhöhen, wie bei der Mitgliederversammlung beschlossen wurde. Markus Harrer leitete an Stelle des erkrankten Präsidenten Peter Frischbier die Versammlung.

Der Präsident bedankte sich bei allen Aktiven, Helfern sowie dem Ausschuss für die vorbildliche Zusammenarbeit und die Organisation der erfolgreichen Kampagne 2008/2009. Für die Zukunft wünscht er sich noch ein engagiertes und diszipliniertes Training der einzelnen Gruppen. Markus Harrer hatte in seiner Rede nur aus seiner Sicht Erfreuliches von den beiden Prunksitzungen zu berichten. Bereits zur nächsten Kampagne soll es eine Jagsttalgarde geben. Nach dem Bericht von Gerd Trommler, dem Kassier, wurde den Anwesenden klar, dass Sponsoren ein wichtiges finanzielles Standbein des Vereins darstellen. Momentan liegt der Mitgliederstand bei 155.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Die Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis. Peter Frischbier (Präsident), Markus Harrer (Sitzungspräsident), Petra Krieger (Schriftführerin), Bernd Ackermann und Hubert Knäbel (Beisitzer), Achim Heinzmann und Hermann Pfahl (Kassenprüfer). Ein heikler Punkt war noch ein Antrag des Vereinsausschusses, dass die Mitgliedsbeiträge erhöht werden sollen. Markus Harrer erläuterte, dass die bisherigen Beiträge noch aus dem Gründungsjahr stammen und lediglich auf volle Euro-Beträge bei der Umstellung gerundet wurden. Die Versammlung stimmte der vom Ausschuss vorgeschlagenen sehr moderaten Beitragserhöhung ohne große Diskussion zu.

Motto Der Ausschuss schlug das Motto – „Traumschiff“ – für die Kampagne 2009/2010 vor. Ein sehr offenes und umfassendes Thema, das den Aktiven entgegenkommen dürfte. Die Prunksitzungen finden am 12. und 13. Februar und der Kinderfasching am 14. Februar 2010 statt. Vizepräsidentin Ulrike Montag nahm die Ehrungen vor. Für 11-jährige Mitgliedschaft wurden folgende Personen mit einer Urkunde und einer Anstecknadel geehrt: Petra Bauer, Markus Föll, Steffen Frischbier, Mario Gebert, Edith und Klaus Hamann, Anna-Maria, Fabio, Denise, Hubert und Lorena Knäbel, Andreas Koch, Alexander Müller, Manfred und Marlies Nesch, Artur, Marion, Sabrina und Steven Schmidt, Hajo Schröder, Karl Friedrich, Uta Schugt, Andreas Steck, Andreas Strack, Lisa-Carolin Trahorsch und Berthold Weiß. Harrer bedankte sich für die Treue der Vereinsmitglieder. Allerdings waren nicht so viele gekommen. red

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Moderate-Erhoehung-der-Mitgliedsbeitraege;art1908,1517556

23.02.2009 Karnevalistischer Ausflug in Sonne

23.02.2009

„In Züttlingen ist es immer sehr schön.“

Hilde Mathes

Möckmühl – Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Strand Meer“ zeigten die Züttlinger Jagsttalnarren mit einem umfangreichen Programm in zwei Prunksitzungen ihr karnevalistisches Können. Zahlreiche befreundete Gastvereine, aber auch närrisch aufgelegte Jagsttäler hatten den Weg in die Lindenhalle gefunden.

Vor allem der neue Sitzungspräsident Markus Harrer hatte es Besucherin Hilde Mathes angetan. „Der ist ein richtiges Allroundtalent“, war die Mosbacherin überzeugt. Sie kommt „bestimmt schon seit zehn Jahren hierher“, nicht zuletzt, weil die Enkelkinder Larissa und Jennifer aus Herbolzheim sich von den Jagsttalzwergen bis zu den Funky Diamonds hochgearbeitet haben, wo sie jetzt mittanzen.

Tatsächlich ist es der neue Präsident, der nicht nur durchs Programm führt, sondern auch Witze erzählt, als Redner in die Bütt steigt, das Publikum mit Liedern in die richtige Stimmung versetzt und immer wieder den Ruf „Jagsttalnarren helau“ und die auf einem Stimmungsbarometer ablesbare „Rakete“ einfordert. Unterstützt wird er von Vorgänger und Vereinschef Peter Frischbier, der im 13. Karnevalsjahr der Jagsttalnarren vorrangig hinter den Kulissen die Fäden zieht.

Fröhlich Aktivität will der Elferrat auch von den Besuchern sehen: Beim Lied vom roten Pferd oder vom Polygamie-Hamster kennen die Narren in der Halle Ablauf und Text, beim Seilspringen auf der Bühne, teilweise mit verbundenen Augen, kommen die vier „Freiwilligen“ ganz schön ins Schwitzen. Süß die kleinen Jagsttalzwerge, die in ihren blau-silber-weißen Gardekostümchen selbstbewusst auf der Bühne strahlen. Einen fröhlichen Barfußtanz, der zum Motto passt, zeigen die Girlies und verabschieden sich mit einem Sprung von der Bühne. Immer wieder sorgen auch die kräftig auf die Pauke schlagenden Züttlinger Krawallos für Stimmung. Dass die Funky Diamonds seit Pfingsten geprobt haben, hat sich gelohnt: Die Choreographie des Gardetanzes stimmt, im Gleichtakt zeigen sie viel Bein und gute Laune. Zum Schunkeln animieren die coolen Showgirls. An Eleganz und Feingliedrigkeit ist das Männerballett kaum zu überbieten: Mit Blümchen-BH und Entenmütze ausgestattet haben sie beim Lied „Alle meine Entchen“ die Lacher auf ihrer Seite.

Programm Zahlreiche Gastvereine runden das Programm ab, so Tanzmariechen Vanessa aus Hardthausen oder das Tanzpaar aus Leingarten. Ebenfalls mit von der Partie: die Allfelder Weißkopf-Garde und die Sulzbacher Garde, die auch ganz ohne Trainerin hervorragende Leistungen bietet. Auch wenn sich die gegenseitige Ordensverleihung etwas langwierig gestaltet und die Hälfte des Publikums unbeschäftigt lässt, sind die Besucher am Ende zufrieden. So auch Hilde Mathes: „In Züttlingen ist es immer sehr schön.“

(Von Ute Plückthun)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Karnevalistischer-Ausflug-in-Sonne;art1908,1467328

 

31.01.2009 Vom Gardetanzfieber angesteckt

31.01.2009

Hoch die Arme, hoch das Bein: Damit bei den Aufführungen während der fünften Jahreszeit alles klappt, müssen die Kleinen viel üben.Foto: Ute Plückthun

Möckmühl – Ist der Aschermittwoch erst einmal vorbei, kommt Sina Harrer ihr Tagesablauf „seltsam ungewohnt“ vor. Im Moment ist sie mit Tanztraining und Bühnenvorbereitung voll in ihrem Element: „Die fünfte Jahreszeit ist doch die beste“, versichert sie.

Von Mai bis Februar widmet sich die 21-jährige Züttlingerin drei Mal die Woche ihrem Hobby Gardetanz: Als Trainerin der Jagsttalzwerge hat sie zusammen mit Sabrina Montag das Sagen, im Team mit Karin Albrecht macht sie auch dem Männerballett Beine. Außerdem tanzt die gelernte Industriekauffrau bei den Showgirls mit.

Start bei den Girlies 

Seitdem sie vor zehn Jahren bei den Girlies angefangen hat, hat sie die Tanzbegeisterung nicht mehr losgelassen. Eine Freundin brachte sie schließlich zu den Jagsttalzwergen. „Es ist einfach süß, die Kleinen tanzen zu sehen“, sagt sie auch nach sechs Jahren Trainerarbeit. Dass die 15 Kinder zwischen fünf und elf Jahren „voll dabei“ sind und man „merkt, dass es Spaß macht“, ist für sie eine zusätzliche Motivation. Dabei kommt es Sina Harrer beim einstündigen Training nicht auf Höchstleistungen an, auch wenn Trainingsdisziplin und zusätzliche Übungen zu Hause von den Zwergen gefordert werden: Mit Geduld und Ausdauer führt die Trainerin die jüngsten Züttlinger Narren an Spagat und Rad heran, „es gibt aber auch mal ein Spiel, wenn die Konzentration nachlässt“, sagt Sina Harrer.

Ihren Sport findet die siebenjährige Anna richtig gut, vor allem, dass mit dem Training am Samstagabend was los ist. Auch Dana (9) hat „ganz viel Spaß“ dabei und lobt ihre Trainerin, „bei der wir viel lernen“. Schließlich wollen Schrittfolge und Liedrhythmus wohl beachtet und gut einstudiert sein. Auf ihren baldigen Auftritt bei Uroma Anna im ASB-Pflegeheim Möckmühl zusammen mit Schwester Kira (7) und Cousine Alexa (9) freut sie sich besonders.

Insgesamt fünf Auftritte haben die Zwerge mit ihren zwei Tänzen in der anstehenden Hochsaison zu absolvieren, drei davon bei eigenen Faschingsveranstaltungen in der Lindenhalle.

Dana weiß jetzt schon, Wochen vor dem Auftritt, dass sie in diesen fünf Minuten ganz besonders aufgeregt sein wird, „weil da so viele Leute sind“. Wenn die fünf Garde- und Showtanzgruppen, die beiden unterhaltsamen Büttenredner, die fetzigen Krawallos und die Teilnehmer der Playbackshow auf die Bühne kommen, „ist die Halle sehr gut ausverkauft“, sagt Peter Frischbier, Vorstand der 90 aktiven Jagsttalnarren. „Es freut uns, dass wir unser komplettes Programm mit eigenen Leuten bewältigen können.“ Auch Peter Frischbier ist vom Fasching nicht mehr losgekommen: Nach der Gründung wollte er „es eigentlich nur zwei Jahre machen“, jetzt ist er schon zwölf närrische Jahreszeiten dabei.

Vorfreude aufs Kostüm

Ihr zweiteiliges Gardetanzkostüm, blau und weiß mit silbernen Pailletten, erwarten die Jagsttalzwerge bereits sehnsüchtig Die Ideen zur Choreographie holt sich Sina Harrer von Videos oder anderen Faschingsveranstaltungen.

Um zu interessanten Schrittfolgen zu kommen, ist jedoch auch eigene Kreativität gefragt: „Manchmal stelle ich mich einfach vor den Spiegel und probiere, dabei kommt immer etwas raus.“

(VonUte Plückthun)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Vom-Gardetanzfieber-angesteckt;art1908,1449777

11.03.2008 Jagsttalnarren präsentieren neue Hexen

11.03.2008

Gründungsmitglieder und Vorstandschaft bei der Hauptversammlung der Jagsttalnarren im Züttlinger Sportheim.Foto: Jürgen Leikowski

Möckmühl – Mit der Vorstellung des neuen Hexles Natalie Dierolf und der neuen Hexen Dagmar und Elisa Frischbier, wurde die Hauptversammlung der Jagsttalnarren im Züttlinger Sportheim durch den Präsidenten Peter Frischbier eröffnet.

In seiner Rede bedankte sich Peter Frischbier bei allen Aktiven und seinem Ausschuss für die vorbildliche Zusammenarbeit und der erfolgreichen Durchführung der kurzen Jubiläumskampagne. Erfreut war er über das das Erscheinen der zahlreichen Mitgliedern, so dass nur noch wenig freie Plätze vorhanden waren.

Nach dem Bericht von Kassier Gerd Trommler wurde den Anwesenden klar, dass Sponsoren ein wichtiges finanzielles Standbein des Vereins darstellen.

Sonniges Kampagne-Motto Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Bei den Wahlen wurden die Amtsinhaber bestätigt. Vizepräsidentin bleibt Ulrike Montag, Kassier Gerd Trommler, und die beiden Beisitzer sind nach wie vor Karin Albrecht und Kathrin Köller.

Aus den zahlreichen Vorschlägen für das Motto der Kampagne 2008/2009 wurde mit großer Mehrheit „Sommer, Sonne, Strand und Meer“ gewählt. Von den Mitgliedern gab es Lob für den Kinderfasching, den dieses Mal Ulrike Montag moderiert hatte. Ein besonderes Lob erhielten auch die Techniker, die für einen perfekten Ablauf der Prunksitzungen sorgten und schnell auf kurzfristige Änderungen im Programmablauf reagierten.

Für 11-jährige Mitgliedschaft wurden folgende Personen mit einer Urkunde und einer Anstecknadel geehrt: Karin Albrecht, Cinderella, Helga, Hans-Peter, Jinella und Maverick Beck, Yvonne Dollinger, Andreas, Melanie und Stefan Föll, Celina Frank, Dagmar, Elisa, Ewald, Felix und Marc Frischbier, Sina Harrer, Jens, Katja, Miriam und Ulrich Heiligenmann, Melanie und Steffen Hitzler, Nadine Hofmann, Bernd und Heike Hofmann, Sabrina Holl, Marcel und Mario Kirchner, Kathrin Köller, Johanna und Jürgen Leikowski, Anja und Stefan Martin, Friederike Meister, Thomas Michalik, Sabrina Montag, Isabell Mühlbach, Kevin und Michael Münzl, Jasin Özdemir, Gabriele Ossner, Martin-Hans Reinert, Corinna Sailer, Markus Schmid, Willi Schweiss und Nizamettin Weispfenning.

Folgende Gründungsmitglieder erhielten neben der Urkunde und der Anstecknadel noch ein Weinspräsent: Bernd Ackermann, Heidi und Manfred Föll, Diana, Doris und Peter Frischbier, Iris und Volker Gözinger, Jürgen Hamann, Markus Harrer, Cornelia und Harald Hitzler, Wolfgang Knandel, Petra Krieger, Ulrike und Volker Montag, Anja und Markus Münzl, Hermann Pfahl sowie Frank und Bernd Sailer.

Peter Frischbier bedankte sich bei den Geehrten und sprach die Hoffnung aus, dass sie in 11 Jahren hoffentlich wieder geehrt werden können.

(Von Jürgen Leikowski)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Jagsttalnarren-praesentieren-neue-Hexen;art1908,1207668

04.02.2008 Reden gespickt mit Humor

04.08.2008

Seit elf Jahren sind die Musikanten der Krawallos beim Fasching in Züttlingen mit von der Partie.Foto: Rudolf Landauer landauer

Möckmühl – Den Züttlinger Jagsttalnarren kommt die kurze Kampagne entgegen, können sie sich so voll auf ihr elfjähriges Bestehen konzentrieren. Zwei Prunksitzungen hintereinander wollen gut vorbereitet sein. Üblicherweise gestalten die Züttlinger ihre Veranstaltungen vorwiegend mit eigenen Kräften. Wer annimmt, dass es deswegen zu Mangelerscheinungen etwa bei Showelementen, Tanzgruppen und guter Musik kommt, der irrt sich ordentlich. Die Jagsttalnarren haben sich in den elf Jahren ihres Bestehens zu einem reifen Verein entwickelt, der großen Wert auf eine harmonische Gemeinschaft legt.

In dieser Vereinsfamilie begegnet einem ein Name besonders häufig: Frischbier. Peter Frischbier ist seit elf Jahren Vereins- und Sitzungspräsident. Doris Frischbier ist ebenfalls seit elf Jahren dabei und bildet als Hexe zusammen mit dem jungen Hexle die Symbolfigur der Narren.

Keine Hexen Wehmut kam auf, als Doris Frischbier verkündete, dass sie nach dieser Kampagne aufhört. „Die eine ist zu alt, die junge zu groß geworden“, sagte Peter Frischbier, denn auch Denise Knäbel hört auf. S’Hexle soll ein junges Ding sein, sieht das Protokoll vor. Zu Ehren der beiden kamen alle Hexle der vergangenen elf Jahre auf die Bühne.

Ortvorsteher Manfred Föll brachte mangels einer Bütt – „die spare halt ständig“ – einen Notenständer mit. Warum er Gummistiefel anhatte, erklärte er so: „Die Scheinwerfer strahlen so heiß, irgendwohin muss die Brüh doch laufe könne.“ Seine humorige Rede kam gut an.

Vizepräsidentin Ulrike Montag nahm in ihrem Beitrag die Männer kräftig aufs Korn und hielt so manchem den Spiegel vor. Klasse auch die Tänze unter anderem von den Showgirls und den Funky Diamonds. Die Krawallos stehen nicht für Krawalle. Das bewiesen die Musiker aufs Neue.

Frech und gekonnt der Vortrag der Züttlinger Lieblinge. Mit ihrer Tanz- und Travestieparodie begeisterten sie das närrische Publikum ebenso wie mit der Playbackshow. Gäste aus Billigheim, Leingarten und Heidelberg lieferten tolle Beiträge zum elften Narrenjubiläum.

(Von Rudolf Landauer)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Reden-gespickt-mit-Humor;art1908,1174836

13.11.2007 Jagsttalnarren zeigen Sturm und Regen die kalte Schulter

13.11.2007

Gardemädchen tanzen auch bei Regen auf den Straßen.Foto: Cordula Dürr

Möckmühl – Auch Regen, Wind und eisige Temperaturen konnten die Jagsttalnarren nicht davon abhalten, die fünfte Jahreszeit einzuläuten. Da in diesem Jahr der 11.11. auf einen Sonntag fiel, waren die Jecken zum Rathaussturm, ohne Rücksicht auf Berufstätige nehmen zu müssen, um 11.11 Uhr zur Stelle.

Ein farbenprächtiger und geräuschvoller Umzug im Vorfeld sollte die Bürger auf die Straßen locken, doch die begnügten sich weitgehend damit, das Spektakel vom Fenster aus zu beobachten. Kein Wunder, denn das Wetter war äußerst unwirtlich. Der Wind peitschte den Regen unter die Schirme; und wer die nicht gerade üppig bekleideten, schlotternden Tanzmariechen sah, bekam Mitleid. Dass die jungen Damen nach technischen Problemen mit der Musik und langem Warten einen tollen Tanz präsentierten, war umso bewundernswerter, als es ihnen auch noch die Hüte vom Kopf geweht hatte.

Zum Tanzen verurteilt war auch das Stadtoberhaupt. Da Bürgermeister Ulrich Stammer verhindert war, hatte Vize Harald Hitzler an diesem Tag eine Extraschicht eingelegt, um sich protokollgerecht vom Narrenvolk auf den Marktplatz zitieren zu lassen. Dort hatte er Oberhexe Doris Frischbier die Schlüsselgewalt abzutreten und mit ihr, in ein viel zu knappes Gardekostüm gezwängt, zu tanzen. Hitzler, selbst ehemaliger Jagsttalnarr, nahms mit Humor und gab genau zum Thema Humor auch noch ein Gedicht zum besten: Dieser ist wie der „Senf im Leben“, macht „trockenes Brot zum Leibgericht“, er „entspringt dem Herz und nicht dem Intellekt“ und „man kann die Wahrheit damit sagen ohne dass sie bitter schmeckt“. Ein gelungener Einstieg in die Narrenkampagne, deren Auftakt anschließend im Rathauskeller mit einem Umtrunk gefeiert wurde.

(Von Cordula Dürr)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Jagsttalnarren-zeigen-Sturm-und-Regen-die-kalte-Schulter;art1908,1125401

09.11.2007 Zwei Hexen steigen vom Besen

09.11.2007

Sie üben zum letzten Mal den Text der Züttlinger Faschings-Symbolfiguren ein: Die Züttlinger Hex´ Doris Frischbier und das Hexle Denise Knäbel. Foto: Agentur Kochertal

Möckmühl – Nach elf närrischen Jahren gibt die Züttlinger Hex´ Doris Frischbier den Besen ab. Derzeit bereitet sie sich mit ihrem Hexle Denise Knäbel auf die letzte Kampagne vor. Die Rentnerin ist jetzt 67 Jahre alt und möchte Platz machen für eine jüngere Hex´. Wie sie zu dem Amt kam, erklärt Doris Frischbier so: „Keiner hat´s g´wollt, ich habs gleich g´habt“.

Prunksitzungen Die Jagsttalnarren wurden 1996 gegründet. Viele Jahre lang gab es in der alten Jahnhalle des Möckmühler Teilorts den vom örtlichen DRK organisierten Faschingstanz, im Anschluss daran übernahmen die Sportler des SC Züttlingen und die Sportkegler der Spvgg Möckmühl zusammen das Narrenzepter in Züttlingen und boten einige Jahre lang lustige Programmabende. Aus denen wurden dann die Prunksitzungen der Jagsttalnarren, die heute in der Lindenhalle stattfinden. Von Anfang an waren Hex´ und Hexle die Symbolfiguren des Vereins, auf ein Prinzenpaar verzichten die Züttlinger Karnevalisten.

Die Züttlinger Hex´ will allerdings nicht ganz zurücktreten und die Hände in den Schoß legen. Doris Frischbier möchte Elferrätin bleiben und: „Ich helfe auch sonst weiterhin“. Ihr Lebensgefährte Willi Schweiß ist mit 70 Jahren der älteste Elferrat bei den Jagsttalnarren. Zusammen möchten die beiden auch auf Umzüge und Faschingsveranstaltungen gehen. Den Humor und den Elan dafür hat das Paar reichlich.

Denise Knäbel ist bereits das sechste Hexle. Sie ist es zum vierten Mal, und nun wird die 14-Jährige zu groß für diese Aufgabe. Doris Frischbier: „Die Mädchen machten immer so lange mit, bis sie mir über den Kopf wuchsen“.

Doch auch die Möckmühlerin hört nicht ganz auf. Papa Hubert sitzt auch im Elferrat, und sie selbst macht mit bei den Funky Diamonds. Die Tanzgruppe wurde neu gegründet bei den Jagsttalnarren. Trainerin Sabrina Holl studiert derzeit noch den Gardetanz mit den Mädels ein. Auf die Symbolfiguren wartet in der letzten Kampagne erfahrungsgemäß jede Menge Stress. Wenn es wieder so wird wie im vergangenen Jahr, gibt es erneut weit über zehn Einsätze für die Hex´ und ihr Hexle. Geplant sind bereits Besuche in Hardthausen, Billigheim und Hoffenheim. Denise Knäbel wünscht sich außerdem noch mehr Auftritte mit der Tanzgruppe.

Viel Trainingsaufwand Dass für zwei Auftritte in der Lindenhalle der Trainingsaufwand zu groß ist, meint nicht nur sie. Und außerdem macht auf der Bühne stehen und am Ende den verdienten Beifall zu genießen ja auch Spaß. Wer die Nachfolgerinnen der beiden als Züttlinger Hex´ und Hexle werden, das steht noch nicht fest.

(Von Rainer Köller)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Zwei-Hexen-steigen-vom-Besen;art1908,1123088

27.02.2006 Zuerst bedienen und dann auftreten

Geschunkelt und gelacht wurde in Züttlingen das ganze Wochenende. Die Jagsttalnarren hatten zur Prunksitzung unter dem Motto „Lach- und Sachgeschichten“ geladen und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. An Applaus mangelte es den Sängern, Tänzern und Komikern ganz und gar nicht.

27.02.2006

Und hoch das Bein: Die Gardetänzerinnen aus Sulzbach probten seit September zweimal pro Woche für ihren Tanz auf den närrischen Bühnen. Die Mühe hat sich gelohnt. Das Publikum war begeistert und auch die Tänzerinnen selbst zeigten sich sehr zufrieden. (Fotos: Nelli Nickel)

Ganz vorne in der ersten Reihe sitzt Familie „Pink Panther“. Groß und klein – alle haben sie das gleiche rosa Kostüm an. „Die sind alle selbst genäht“, erzählen die Bad Friedrichshaller und Oedheimer. Auch das Kinder-Prinzenpaar von Hardthausen-Gochsen ist da. Semantha und Jan freuen sich vor allem auf die Ordensverleihung. Ihr Ziel ist es, alle Orden des Landkreises zu sammeln. Zwei Reihen weiter sitzt eine Horde Charlie Chaplins. Mit Melone auf dem Kopf, den Spazierstock in der Hand und natürlich dem unverkennbarenSchnäuzer.

Aber nicht nur die Gäste haben sich für die erste Prunksitzung etwas einfallen lassen. Die Kostüme und vor allen Dingen das Programm der Jagsttalnarren kann sich sehen lassen. Grün-gelb ziehen die Krawallo’s mit Sänger Wolfgang Braun in die bunt geschmückte Lindenhalle und heizen dem Publikum mit fetziger Musik so richtig ein. Die Symbolfiguren Hex und Hexle klatschen ab und geben ein paar lustige Sprüche zum Besten. Die Stimmung im Saal kann nicht besser sein.

Routiniert zeigen auch die Jagsttalzwerge, wie toll sie tanzen können. In die Bütt geht Manfred Föll. Als Fußballfan bereitet er die Zuschauer auf das Weltmeisterschaftsjahr in Deutschland vor. Ein paar Spitzen gegen Trainer und Nationalmannschaft kann er sich nicht verkneifen.

Bewundernd schauen die jungen Mädchen, als die Gardetänzerinnen aus Sulzbach die Bühne betreten und einen tollen Tanz aufs Parkett legen. Zweimal die Woche hatten die jungen Frauen seit September geübt, und es hat sich gelohnt. „Das war super“, meint Marvin Flad aus Billigheim. Auch die Tänzerinnen sind zufrieden. Lächelnd marschieren sie aus der Halle. Mit selbst genähten Kostümen kommen die „Girlies“ auf die Bühne. Als Roboter tanzen die Mädchen zwischen 12 und 15 Jahren zu Sarah Connors „Hero“. „Es ist aufregend, auf der Bühne zu stehen. Ich wusste gar nicht mehr, was ich tanzen soll“, erzählt Cinderella. Bei Angelique ist das Lampenfieber nicht so groß. „Ich bin das schon gewohnt“, winkt die 15-Jährige ab.

Viel zu tun hat Dietmar Zucknick. Er bedient an diesem Abend. Allerdings ist es heute nicht ganz so stressig. „Jetzt muss ich bedienen, nachher trete ich im Männerballett auf“, erklärt er. „So ist das halt in einem kleinen Verein, da muss man eben mehrere Sachen auf einmal machen.“ Und das klappt gut. Bei seinem Auftritt mit dem Männerballett ist von Hektik nichts zu spüren. Als Surfer und Hippies begeistern die Herren nicht nur die weiblichen Besucher. Höhepunkt des Abends ist die Miniplayback-Show. Unter dem Motto „Du bist Deutschland“ haben sich die Jagsttalnarren ganz schön was einfallen lassen. Als Nena oder Herbert Grönemeyer begeistern sie das Publikum.

(Von Nelli Nickel)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/top1-Zuerst-bedienen-und-dann-auftreten;art1908,724503

 

07.02.2005 Im Dschungel – da steppt der Gorilla

07.02.2005_1Afrikanische Priester auf Drogen, gefräßige Kannibalen und ein Mann im Ganzkörperkondom – das alles gab es bei den Prunksitzungen der Jagsttalnarren in Züttlingen. Zum Motto Urwald steppte der Gorilla.

Der Kannibalen-Vater und sein Sohn suchen was Essbares. Da kommt prompt ein Touristenpaar vorbei. Die Frau wird sogleich gegen die eigene Ehefrau eingetauscht. Der Mann, ein Schmetterlingsjäger, wird in den Kochtopf gesteckt, doch seine ungewaschenen Unterhosen verderben die Suppe. Vor lauter Hunger wirft der Kannibale seinen Sohn ins kochende Wasser. Das Gericht: Kinderschnitzel mit Pommes.

Selbstgeschriebene Sketche wie dieser, gute Musik und jede Menge Unsinn sorgen für Stimmung. „Im Jagsttal tanzt der Kannibale – zum Urwald-Fasching heut im Saale“ lautet das Motto und die 220 Gäste in der Lindenhalle haben das ernst genommen. Efeu rankt sich um den Kopf, Leopardenfell bedeckt die nötigsten Körperteile. Natürlich haben sich im Züttlinger Dschungel auch Zombies, Piraten und Punks verirrt. Die werden von den kannibalischen Kollegen mit echten Hähnchenknochen um den Hals gierig beäugt.

Oben auf dem Podest schwitzt der Elferrat im Scheinwerferlicht. Es ist halt tropisch im Dschungel. Da ziehen die Krawallos ein, die vereinseigene Kapelle. Die Menge tobt. Das Applaus-Barometer steigt von Rot über Gelb auf Grün. Doch am lautesten schreit es am Tisch der Oedheimer. Die fordern auf alles eine Zugabe, und sei es von der Anmoderation. Julia Denzer, 17, ist eine von diesen stimmkräftigen Narren. Seit vier Jahren kommt sie zur Prunksitzung. „Die Jagsttalnarren sind besser als alle anderen“, schreit sie.

07.02.2005_2Die Band „Dreiländer-Trio“ haut in die Tasten, die Vereins-Zwerge zeigen enthusiastisch ihren Gardetanz. Die etwas älteren Girlies schwenken die Hinterteile. An Eyeliner wurde nicht gespart, am Material für die Röcke schon. Mit prächtigem Federkopfschmuck und Paillettenkostümen zeigen sie, was Samba ist.

Manfred Föll und Markus Harrer halten zotige Büttenreden. Die von Harrer – er ist der Billy Boy und trägt ein Ganzkörperkondom – ist so schlüpfrig, dass keiner seiner Sprüche hier wiedergegeben werden kann.

Helau, da zieht das Männerballett „Züttlinger Men Power“ ein. „Die können mit den Chippendales mithalten“, verspricht Tamara Salau, die zum ersten Mal den Elferrat präsidiert. Nun, ein klein wenig hat sie übertrieben.

Bei aller Fröhlichkeit: hinter den närrischen Abenden steckt viel Arbeit. Seit einem dreiviertel Jahr wurde geschrieben, geprobt, gewitzelt. Am Donnerstag war Altweiberfasching, am Freitag die erste Prunksitzung, am Samstag die zweite, am Sonntag Kinderfasching, am Montag ist Abbau, am Dienstag Umzug in Gundelsheim. Schlafen, Fasching, Schlafen, Fasching, „das ist ein guter Rhythmus“, findet Vereinskassier Marcel Kirchner. „Eine harte, aber schöne Zeit“, meint auch Peter Frischbier, der als Vereinspräsident mit Charme und Humor durch den Abend führt.

(von Sonja Hoegen)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/top1-Im-Dschungel-da-steppt-der-Gorilla;art1908,484109

03.02.2005 Kannibalen in der Lindenhalle

„Im Jagsttal tanzt der Kannibale – zum Urwald-Fasching heut im Saale“ heißt das Motto der fünften Jahreszeit bei den Jagsttalnarren in der Züttlinger Lindenhalle.

Die Kampagne 2005 startet am heutigen Altweiberfasching. Es spielen um 20 Uhr die Fidelen Buam aus Berlichingen.

Die erste Prunksitzung findet am Freitag, 4. Februar, statt, die zweite folgt am Tag darauf. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Ein mehrstündiges Programm haben sich die fidelen Jagsttäler einfallen lassen, um ihr Publikum zu unterhalten.

Am Sonntag kommen schließlich die kleinen Narren auf ihre Kosten. Um 14 Uhr wird mit Helau Kinderfasching gefeiert.

(bab)

http://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/kocher-jagst/sonstige-Kannibalen-in-der-Lindenhalle;art1908,482023